Mehrwertsteuer spielt die zweite Hauptrolle

Neben der Auszubildung war bei der feierlichen Lossprechungsfeier von Hotellerie und Gastronomie in Altensteig-Wart ein zweites Thema allgegenwärtig: die Mehrwertsteuer.

Helmut Schäfer, Vorsitzender des DEHOGA- Kreisverband, betonte, dass die Hoteliers mit dem Geld aus der reduzierten Mehrwertsteuer ihre Häuser auf einen international vorzeigbaren Standard bringen wollen. Da herrsche auch bei uns ein großer Nachholbedarf. Diese Investitionen seien zwar alle wichtig, hielt Martin Keppler, künftiger Hauptgeschäftsführers der IHK Nordschwarzwald, dem entgegen. Viel wichtiger seien die Investitionen in die Mitarbeiter, in die Qualität ihrer Ausund Weiterbildung. Denn nicht nur bei Zimmern und Schwimmbädern verlange der Gast Professionalität und Spitzenqualität, auch beim Personal, so Keppler.

Die Branche brauche in der Region hochqualifizierte Mitarbeiter, daher seien die Arbeitsplätze Nachwuchses auch auf lange Sicht sicher. Beate Fauser, FDP-Landtagsabgeordnete, zeigte kein Verständnis für die Art der Diskussion um die Mehrwertsteuerreduzierung für Hoteliers. Calws neuer Landrat Helmut Riegger, betonte, die Reduzierung der Steuer sei sinnvoll, wenn das Geld in die Renovierungen fließe und dadurch Hotels und das heimische Handwerk profitieren könnten.

Doch mit Investitionen allein ist es für ihn nicht getan: „Wir können nicht nur dasitzen und warten, bis jemand zu uns kommt“, mahnte Riegger die Intensivierung des regionalen Marketings an. Der SPD-Landtagsabgeordnete Rainer Prewo betonte, die Tourismusförderung sei nicht allein Aufgabe der Branche, auch die Politik sieht er in der Pflicht. Zudem könnten auch die Nachwuchskräfte künftig bei den Gästen eine Bindung zum Urlaubsziel Nordschwarzwald aufbauen.