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DIHK: Bewerber knapp – Gastgewerbe ausbildungswillig
Für Unternehmen wird es immer schwerer, Auszubildende zu finden. So lautet das Ergebnis einer aktuellen Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) in 15.000 Unternehmen. Selbst im Wirtschaftskrisenjahr 2009 konnten demnach in jedem fünften Betrieb nicht alle Lehrstellen besetzt werden. Im Gastgewerbe lag der Anteil sogar bei 43 Prozent (2008: 39 Prozent).
70 Prozent der Hoteliers und Gastronomen gaben an, dass nicht alle Plätze besetzt werden konnten, weil keine geeigneten Bewerbungen vorlagen. Gründe sind insbesondere die sinkende Zahl der Schulabgänger (2010: minus drei Prozent), aber auch fehlende Ausbildungsreife bei zahlreichen Jugendlichen. So schätzt der DIHK, dass jeder fünfte Jugendliche nicht ausbildungsreif ist, weil er oder sie beispielsweise keinen Schulabschluss hat oder nur unzureichend schreiben und rechnen kann. Auch bei den für die zukünftigen Gastgeber so wichtigen Schlüsselqualifikationen wie Disziplin, Teamfähigkeit und Pünktlichkeit gebe es deutliche Defizite. Mehr als jeder zweite Betrieb gab in der Umfrage an, dass er mittlerweile Nachhilfe für die Auszubildenden im Unternehmen organisiert.
Die Bereitschaft mehr auszubilden ist im Gastgewerbe im Vergleich mit den anderen befragten Teilbranchen besonders hoch. 20 Prozent der Hoteliers und Gastronomen wollen 2010 mehr Ausbildungsplätze anbieten als 2009 - ein Wert, der ansonsten nur bei den Banken und Versicherungen erreicht wurde. 65 Prozent der gastgewerblichen Unternehmen planen eine unveränderte Zahl von Ausbildungsplätzen. Nur 15 Prozent der Hoteliers und Gastronomen wollen Ausbildungsplätze abbauen - ein deutlich geringerer Anteil als in allen anderen Branchen (Durchschnitt: 25 Prozent). Jedoch sind die Ausbildungsunternehmen des Gastgewerbes weniger als in anderen Branchen im Ausbildungsmarketing, insbesondere bei Schulkooperationen aktiv. Der DIHK sieht hier noch erhebliches Potenzial, um die Attraktivität der Ausbildungen in der eigenen Branche zu vermitteln.
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