Mehr als 7000 neue Stellen in der Hotellerie

Die Mehrwertsteuersenkung für Übernachtungen zum 1. Januar 2010 von 19 auf sieben Prozent hat einen enormen Beschäftigungszuwachs ausgelöst. Das geht aus den jetzt von der Bundesagentur für Arbeit veröffentlichten Zahlen hervor. Zum Jahresende 2010 gab es in den deutschen Beherbergungsbetrieben 7085 mehr sozialversicherungspflichtig Beschäftigte als ein Jahr zuvor.

„Die Hoteliers haben die Senkung der Mehrwertsteuer nicht nur für Investitionen, sondern auch für Neueinstellungen genutzt"“ sagt DEHOGA Präsident Ernst Fischer. „Trotz massiver öffentlicher Kritik mehr als 7000 neue Arbeitsplätze - wenn das keine Wachstumsbeschleunigung ist, was ist es dann?“

Der Anstieg von 244883 Beschäftigten in der Hotellerie am 31. Dezember 2009 auf 251968 zum Stichtag 31. Dezember 2010 lag damit bei 2,89 Prozent, die Gesamtwirtschaft verzeichnete im gleichen Zeitraum nur ein Plus von 1,99 Prozent. „Die überdurchschnittliche Entwicklung in der Hotellerie ist damit nicht nur mit dem gesamtwirtschaftlichen Aufschwung zu erklären“, betont Fischer. Die positiven amtlichen Beschäftigungsdaten bestätigten die Ergebnisse verschiedener regionaler und bundesweiter Verbandsumfragen.

Verbände erwarten Planungssicherheit

Die zuversichtlich stimmende Entwicklung gelte es nun zu fördern und nicht abzuwürgen. Die immer wieder aufkommende Diskussion um die Mehrwertsteuer sowie die Einführung kommunaler Bettensteuern sorgen für große Verunsicherung und Verärgerung in der Branche, berichten Ernst Fischer und der Vorsitzende des Hotelverbandes Deutschland, Fritz G. Dreesen, übereinstimmend. Die Verbände erwarten von der Politik Verlässlichkeit und Planungssicherheit.

Banner allgemein