Bonde Nachfolger von Pfister

Alexander Bonde (Grüne) ist künftig Präsident des Tourismus-Verbands Baden- Württemberg und damit zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der Tourismus Marketing GmbH des Landes. Auf einer außerordentlichen Delegiertenversammlung am 22. September im Europa-Park Rust wurde Bonde, Minister für den Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, bei fünf Gegenstimmen und sechs Enthaltungen zum neuen Präsidenten gewählt.

Alexander Bonde

Bereits am Tag vor der Veranstaltung war angeblich wegen eines Versehens eine Pressemitteilung der TMBW publik geworden, in der von einer einstimmigen Wahl die Rede gewesen war. Anwesend waren rund 60 Delegierte. Vor der Wahl war kontrovers über die Themen Windenergie und die Auswirkungen auf den Tourismus, die umstrittenem Naturparkpläne für den Schwarzwald sowie über die Hotelsteuer diskutiert worden. Bonde tritt die Nachfolge des ehemaligen Wirtschaftsministers Ernst Pfister (FDP) an. Er wurde zum Abschied mit der Verdienstmedaille des Tourismus-Verbands ausgezeichnet.

Unter der neuen Regierung liegt die Zuständigkeit für Tourismus beim Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz. Der „Tourismus-Minister“ übernimmt nun auch das Präsidentenamt beim Tourismusverband des Landes und den Aufsichtsratsvorsitz bei der TMBW. Unmittelbar nach seiner Wahl skizzierte Bonde vor den Besuchern der TMBW-Kooperationsbörse im Europa-Park seine tourismuspolitischen Vorstellungen. Dabei machte er deutlich, dass der Regierungs- und Zuständigkeitswechsel nicht zu einer grundlegenden Neuausrichtung des Landestourismus führen werde.

„Der Tourismus ist eine starke und beschäftigungsintensive Wirtschaftsbranche in Baden-Württemberg, der rund 280000 Arbeitsplätze in den Städten und im Ländlichen Raum sichert“, sagte Bonde. Gerade auch wegen seiner Bedeutung als Jobmotor werde der Tourismus auch weiterhin in seiner gesamten Breite unterstützt, was Städte und Geschäftsreisen, Tagungstourismus oder Auslandsmarketing selbstverständlich mit einschließe.

Der Minister begrüßte das neue Projekt „Grüner Süden“ der TMBW, das im Kern auf die Förderung und gemeinsame Vermarktung von naturnahen Tourismusangeboten abzielt: Durch das Zusammenspiel von Naturerlebnis, regionaler Küche, möglichst klimaneutraler Unterkunft sowie umweltverträglicher Mobilität eröffneten sich große Chancen für den Tourismus in Baden-Württemberg. Nun gehe es darum, gemeinsam mit allen Beteiligten die bereits vorhandenen Ansätze in den Regionen auszubauen und zu festigen.

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