DEHOGA diskutiert mit Spitze der Rentenversicherung

Für die Hotellerie wie für Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel gleichermaßen schloss sich im Hotel Tanne in Tonbach der Kreis, als sich Kreisvorsitzender Egon Finkbeiner und der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des DEHOGA Baden-Württemberg, Joachim Schönborn, mit Spitzenvertretern der Rentenversicherung zum Arbeitsessen trafen. Fazit: für die Altersversorgung muß mehr Bewusstsein entwickelt werden.

DEHOGA und Rentenversicherung im Dialog (von links): Professorin Dr. Conny Mayer-Bonde, Egon Finkbeiner, Landtagsabgeordneter Norbert Beck, Jutta Möhrle, Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel, Rudi Möhrle, Dr. Herbert Rische, Hubert Seiter und Joachim Schönborn. Foto: k-w

Der Bundestagsabgeordnete habe nicht zu viel versprochen, betonte Finkbeiner zum Auftakt der Gesprächsrunde, als dieser vor neun Monaten dem Kreisvorstand in denselben Räumen signalisierte, dass die Mehrwertsteuer-Senkung unter einer christlich-liberalen Regierung Realität werde. Nun traf man sich erneut im Tonbachtal, um gemeinsam mit DRV-Präsident Dr. Herbert Rische und dem Ersten Direktor der Rentenversicherung Baden-Württemberg, Hubert Seiter, ein für die Branche heikles Thema anzustoßen.

„Viele Kollegen haben es in guten Jahren versäumt, sich für das Rentenalter abzusichern“, betonte Finkbeiner, und heute haben sie stellenweise ein richtig großes Problem!

Manche Gastronomen hätten zudem für ihre Partnerinnen keine Rentenbeiträge einbezahlt, das rächt sich jetzt bitter. Gerade im Gastgewerbe könne man nicht früh genug mit der Altersvorsorge beginnen, sagte der DEHOGA-Kreisvorsitzende, denn für manchen Betrieb gebe es keinen Nachfolger, der bei der Altersversorgung der vorherigen Generation helfe und dann fehle es am Auskommen im Alter. Bereits für die jungen Leute, so Joachim Schönborn, müssten zur Motivation, ins Gastgewerbe einzusteigen, Vorsorgeangebote gemacht werden. Der Hotel-und Gaststättenverband biete seinen Mitgliedern daher eine bundesweit einheitliche Zusatz-Altersversorgung an, die schon zu 25.000 Vertragsabschlüssen geführt habe. Wenn der DEHOGA wieder übers Land ziehe, um vor allem junge Menschen von der Notwendigkeit einer ausreichenden Altersversorgung zu überzeugen, steige die Rentenversicherung gerne mit ins Boot, betonte Hubert Seiter. In seinen Augen ist die Vernetzung zur Renten-Szene noch nicht richtig ausgeschöpft.

Da die Rentenversicherung Baden-Württemberg eine Geschäftsstelle in Freudenstadt unterhalte, lassen sich nach Ansicht von Hans-Joachim Fuchtel auf Grund der in Baiersbronn geführten Diskussion noch einige
Kooperationen eröffnen. Mit am Tisch saßen die Freudenstädter Professorin für Public Relations, Marketing und Tourismus an der Karlshochschule, Dr. Conny Mayer-Bonde, und Landtagsabgeordneter Norbert Beck, der sich glücklich schätzte, als Bürgermeister solche Musterbeispiele für hervorragend geführte Betriebe in seiner Tourismusgemeinde zu haben. Das Hotel Tanne, erklärte Jutta Möhrle, investiere jetzt die eingesparte Mehrwertsteuer direkt in eine Außensauna mit Blick aufs Tonbachtal. (k-w)

Banner allgemein