Land spart an der gewerblichen Ausbildung

Ohne Vorankündigung hat die Landesregierung den Zuschuss halbiert, den die Betreiber von Berufsschul-Internaten für sogenannte „Leertage“ bekommen – also für die belegungsfreie Zeit außerhalb der Blockunterrichts-Phasen.

Der Zuschuss soll dazu dienen, die Kosten für die Internatsunterbringung von Auszubildenden moderat zu halten. Der jetzt erfolgte Kürzungsbeschluss trifft alle Internatsbetreiber an den Standorten der gastgewerblichen Landesberufsschulen, auch das verbandseigene Internat in Bad Überkingen. Trotz dieser Entscheidung, die erhebliche finanzielle Auswirkungen für Internatsträger hat, steht der DEHOGA zu seinem Wort und wird – nach bereits drei Jahren Beitragsstabilität – die Internatsgebühren im Interesse der Ausbildungsbetriebe auch in diesem Jahr nicht erhöhen.

Auf die Ausbildungsbetriebe kommen also zumindest vorerst keine Mehrkosten zu. Der Verband kritisiert die Kürzung des Zuschusses für Internatsbetreiber in deutlichen Worten: „Das spart das Land bei der gewerblichen Ausbildung – auf Dauer werden sich solche Kostensteigerung auswirken und die Ausbildung verteuern“, so DEHOGA-Hauptgeschäftsführer Jürgen Kirchherr. Dass dies nun ausgerechnet jene Branchen treffe, die durch Blockunterricht in spezialisierten Landesberufsschulen eine hohe Qualität in der Berufsausbildung sichern, sei besonders kritisierenswert.

Kirchherr: „Die Förderung von Qualität in der Ausbildung ist eine gesamtgesellschaftlich überaus sinnvolle, wünschenswerte Sache, der wir hohe Priorität einräumen sollten. Angesichts der sehr guten Erfahrungen, die wir mit der Blockbeschulung in Baden- Württemberg machen, wäre es besser, die hier bestehenden Chancen konsequent zu nutzen und nicht am falschen Platz zu sparen.“

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